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Windkraft Infos • Thema anzeigen - Wind, Wasser, Sonne - Hokuspokus Fidibus!

Wind, Wasser, Sonne - Hokuspokus Fidibus!

Hier können Informationen zu den Windkraftanlagen geschrieben werden.

Wind, Wasser, Sonne - Hokuspokus Fidibus!

Beitragvon vienna » So 2. Sep 2012, 22:15

FOCUS Magazin | Nr. 16 (2012)
FORSCHUNG UND TECHNIK, MEDIZIN: Wind, Wasser, Sonne – Hokuspokus Fidibus!
Montag, 16.04.2012, 00:00 • von Dirk Maxeiner

Die »Energiewende« gehört zum magischen Repertoire von Politikern und Umweltaktivisten. Allmählich aber fliegt der faule Zauber auf EINE ABRECHNUNG VON DIRK MAXEINER
Politiker und Umweltaktivisten haben uns eine rosige Energiewendezeit vorausgesagt: Ein grünes Jobwunder sollte über uns kommen und ein ökologisches Wunderland aufscheinen, das ein leuchtendes Vorbild für die Welt sein würde. Aber es war die große Stunde der Illusionisten, die der Bevölkerung eine brillante Varieté-Nummer vorführten. Ein Illusionist ist ein Künstler, der bei seinem Publikum Sinnestäuschungen erzeugt. Eine beliebte Paradenummer heißt die „zersägte Jungfrau“. In Zukunft wird vielleicht auch die „Energiewende“ in das magische Repertoire aufgenommen. Die Zauberin heißt Angela Merkel und führt mit ihrem Assistenten Norbert Röttgen dem Publikum vor, wie der Strom einfach aus der Steckdose kommt. Ohne Netz, aber mit doppeltem Boden, Hokuspokus Fidibus.

Die Requisiten für Merkels Energiewende-Nummer heißen: Wind, Wasser und Sonne. Hinter den Kulissen ist, psssst!, der Treibstoff allerdings die gute alte Braunkohle – sie ist inzwischen zum deutschen Stromlieferanten Nummer eins aufgestiegen. Die magische Nummer ist somit keine Wende, sondern eine Rolle rückwärts ins längst beendet geglaubte fossile Zeitalter. Seine Klimaschutzbroschüren kann der Umweltminister gleich mitverfeuern.

Wind hin, Sonne her, die Kohlekraft wird in Deutschland jetzt für sehr lange Zeit die Energieversorgung sichern müssen. Sogar ein altes österreichisches Schweröl-Kraftwerk wurde im Winter zu Hilfe gerufen, um die Illusion der segensreichen Energiewende aufrechtzuerhalten. Eine weitere Zauberformel der Kanzlerin lautet: „Deutschland benötigt keinerlei Stromimporte.“ In Wahrheit muss mittlerweile bis zur Hälfte des vormals im Lande von Atomkraftwerken produzierten Stroms aus dem Ausland eingeführt werden – meist ebenfalls wieder als Atomstrom. Deshalb wird ein beliebter Merkel´scher Zaubertrick angewandt: Wir reden einfach nicht mehr drüber. Die Franzosen reden auch nicht drüber, schreiben aber eine Rechnung: Schon im vergangenen Jahr lieferten sie für schätzungsweise 360 Millionen Euro mehr Atomstrom als zuvor. Auch die AKWs betreibenden Tschechen freuen sich über gute Geschäfte. Die Polen wollen nicht abseits stehen und haben den Bau neuer Atomkraftwerke beschlossen.

Die größte Freude herrscht bei den lupenreinen Demokraten von Gazprom – und zwar schon länger. Das erste Mal, als die rot-grüne Regierung Schröder im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verkündete. Denn mehr Windkraft bedeutet automatisch mehr Gaskraftwerke – nur diese sind technisch in der Lage, Schwankungen der Windenergie schnell auszugleichen. Atomkraftgegner Gerhard Schröder avancierte zum Gazprom-Cheflobbyisten in Deutschland, was Bände spricht.

FORSCHUNG UND TECHNIK, MEDIZIN Teil zwei der energiepolitischen Selbstentleibung
Teil zwei der energiepolitischen Selbstentleibung lieferten dann Angela Merkel und ihr treuer Röttgen, als sie vor einem Jahr die deutschen Atomkraftwerke quasi in die Tonne traten. Während Röttgen vor dem Kanzleramt mit dem Fahrrad vorfuhr, um die historische Entscheidung zu verkünden, knallten bei Gazprom die Krimsekt-Korken.

Und so schreitet der Ausbau der Windenergie munter voran. Weil der Strom oft im falschen Moment am falschen Ort anfällt und es an Leitungen fehlt, steigt der Anteil, der davon nicht gebraucht wird, noch rasanter an. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Menge des „abgeregelten“ Windstroms in Deutschland beinahe verzehnfacht. Für die Betreiber macht das aber nichts, sie werden auch für den nicht gelieferten Strom bezahlt. Das ist die energiepolitische Fortsetzung der Stilllegungsprämie in der Landwirtschaft, mit der Bauern dereinst für brachliegende Äcker bezahlt wurden. Statt einem Butterberg türmt Deutschland jetzt unverwertbare Windenergie- und Solarspitzen auf – willkommen zurück in der Planwirtschaft.

Der Bau von Leitungen, um immer mehr Alternativstrom durch die Lande zu schicken, kommt indes nicht voran. Es fehlen Tausende Kilometer. Die Kosten wurden weit unterschätzt. Immer häufiger kämpfen die Netzbetreiber mit starken Schwankungen durch Solar- und Windkraft, die Beschwerden aus der Industrie über für ihre Produktionsanlagen gefährliche Volatilitäten häufen sich. Von der Merkel´schen Illusionsnummer gebeutelte Stromkonzerne streichen indes Zehntausende Stellen. Auf der anderen Seite treten noch nicht einmal die industriepolitischen Verheißungen ein: Durch Subventionen schwerfällig gewordene deutsche Solarzellenhersteller gehen reihenweise pleite, weil die chinesische Konkurrenz billiger produziert. Deutsche Arbeitnehmer finanzieren jetzt über ihre Stromrechnung ihre Konkurrenten in China. So läuft das, wenn Politik Arbeitsplätze schafft.

Blühende Energielandschaften in Deutschland existieren lediglich in Form von Mais-Monokulturen, die mittlerweile 2,3 Millionen Hektar des Landes bedecken. Darauf wird für Biosprit und Biogasanlagen produziert – in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Die Wahnvorstellung, unsere Autos vegetarisch ernähren zu müssen, führt weltweit zu Verwerfungen durch höhere Lebensmittelpreise. Deutschlands Autofahrer lehnen den ökologisch und ökonomisch absurden E10-Sprit nach wie vor ab und werden zur Strafe noch mehr zur Kasse gebeten.

Doch auch für Daheimbleiber gibt´s kein Entrinnen: In zwangsgedämmten Häusern steigen die Mieten um durchschnittlich zwei Euro pro Quadratmeter, die Ersparnis für die Bewohner liegt aber nur bei 50 Cent. Zur Miete wohnende Postboten, Krankenschwestern oder Verkäuferinnen bezahlen über den Strompreis außerdem die überhöhten Einspeisevergütungen für diejenigen, die sich Solarzellen auf dem Dach des Eigenheims leisten können. Dahinter verbirgt sich die unverschämteste Umverteilung von unten nach oben, seit es Glühbirnen gibt, aber die sind ja jetzt auch verboten. Während die Besserverdienenden sich über die staatlich garantierte Solarrente freuen, wird jährlich 600 000 Haushalten der Strom abgestellt, weil die Betroffenen die Rechnung nicht bezahlen können. Jetzt soll die Sozialhilfe einspringen. So etwas nennt man ein Armuts-Beschaffungsprogramm.

Auch die letzte Energiewende-Illusion – die vom internationalen Vorbild Deutschland – wird gerade von der Realität dekuvriert. Das eher linksliberale amerikanische Online-Magazin „Slate“ etwa schreibt, man könne von Deutschland allenfalls lernen, wie man es nicht macht. Die Überschrift des Beitrags lautet: „Goodnight sunshine“.
Dirk Maxeiner, RUFER IN DER ENERGIEWÜSTE: Der 58-Jährige ist einer der profiliertesten deutschen Wissenschaftspublizisten. Bekannt wurde er vor allem als Kritiker des ökologischen Alarmismus. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u. a. „Hurra, wir retten die Welt! Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen“.
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